Positionsarbeit, Fahnenarbeit

Die Positionsarbeit

„Position beziehen“ ist nicht nur im Umgang mit Pferden wichtig, sondern begleitet uns durch unser ganzes Leben.

Wer seinen Standpunkt klar und sachlich vertreten kann und autentisch ist, zeigt Führungsqualitäten.

Dies ist in einer Pferdeherde nicht anders. Die Rangordnung wird nicht durch Kräftemessen, sondern durch souvärene Führung und Konsequenz festgelegt.

Nur weil der Haflingerwallach alle vom Futterplatz vertreibt, ist er nicht automatisch ranghoch, für ihn steht Futter nur ganz oben, im Gegensatz zur Araberstute die ganz andere Prioritäten hat.

Wir werden jeden Tag auf’s neue von unseren Pferden „geteste“. Sind wir wirklich immer in der Lage, im Ernstfall die richtige Entscheidung zu treffen? Wie sieht unser Partner Pferd das?

Diese Frage klären wir durch bestimmte Führübungen und verschiedenen Positionen am Pferd.

Wie hier beim positionierten Handwechsel.

Die Arbeit mit der gelben Fahne

Bei der Fahnenarbeit sind die Rechts – Linkswechsel ausschlaggebend. Der Kopf und Hals des Pferdes wird am Kappzaum wechselseitig nach rechts und links bewegt und dabei die Fahne vor dem Kopf  seitlich Hin und Her geschwungen. Das Pferd schaut dabei bewusst mit den Augen nach der Fahne.

Ziel dabei ist ein gleichmäßig in spurfußendes Pferd, welches nur den Kopf-Halsbereich in Richtung Fahne bewegt. Der Mensch läuft dabei gerade rückwärts.

Durch die Farbreize und die Gymnastizierung ist diese Übung für das Pferd hoch koordinative und schult die Gleichmäßigkeit der Reizaufnahme zwischen den Gehirnhälften.