Ausbildung Reiter

Bei der Ausbildung des Reiters steht bei uns, neben dem reiterlichen Können, vorallem die Pferd-Mensch Beziehung im Zentrum. Auch der Reitschulunterricht, genau wie unser Beritt, wird abwechslungsreich und pferdegerecht gestaltet.

Gerne erfolgt der Unterricht auch in Form von individuell gestalteten Intensivtagen. – Sprechen Sie uns gerne hierfür an.

Wir bieten ihnen folgende Unterrichtsschwerpunkte an:

  • Bodenarbeit
  • Einfache Longe
  • Doppellonge
  • Arbeit an der Hand (Kurz- und Langzügel)
  • Equikinetik®
  • Dualaktivierung®
  • EquiClassic-Work®
  • Longe Walking®
  • Equiplace® Training
  • Sitzschulung mit Elementen der Franklin Methode®
  • Centred Riding® („Reiten aus der Körpermitte®“)
  • Dressurunterricht
  • Springunterricht
  • Westernreiten
  • Reitweisen übergreifenden Unterricht
  • Reitunterricht für Kinder / Jugendliche

Der Reitunterricht kann in allen Disziplinen, sowie mit oder ohne eigenem Pferd besucht werden. Empfohlen wird von uns Einzelunterricht zu nehmen, damit wir individuell auf sie eingehen können. Beim Gruppenunterricht besteht eine Gruppen aus zwei Personen, nicht mehr.
Das Pferd selbst für den Reitunterricht fertig zu machen, ist für uns eine Selbstverständlichkeit und gehört schon bei den ganz Kleinen dazu.

Hat man kein eigenes Pferd, ist dies kein Problem. All unsere eigenen Pferde stehen auch als Lehr- bzw. Schulpferde zur Verfügung. Wir haben neben dem Reitunterricht auch Lehrpferde für die Boden-, Longen- und Handarbeit.

Je nach Leistungsstand, Grösse, Gewicht und Vorlieben wählen wir für Sie zwischen unseren Pferden aus. Unsere Pferd sind keine „klassischen Schulpferde“ und müssen nicht Stunde um Stunde am Tag in der Abteilung gehen, sondern sind für uns wertvolle Lebewesen, die mit uns den Josenhof-Kutter zu dem machen was er ist. Ein Ort für die pferdegerechte Aus- und Weiterbildung für Mensch und Tier. Dabei lernen wir gegenseitig von einander und der gegenseitig geschätze Umgang ist uns dabei sehr wichtig.

Sitzschulung

Wesentlich für gutes Reiten ist ein ausbalancierter, losgelassener Reitersitz.

Viele Widersetzlichkeiten des Pferdes sind auf Sitzfehler des Reiters zurückzuführen, die diesem oft aber gar nicht bewusst sind.

Wir schulen den Reiter selbst zu erkennen, wenn sein Sitz sich unbewusst verändert. Zusätzlich zur Sitzkorrektur mit Übungen im Sattel und vom Boden aus, kommen diverse Hilfsmittel zum Einsatz. Wir arbeiten gerne mit dem Trampolin, Gymnastikbällen, dem Balimo (Bewegungsstuhles von Eckart Meyners), der Franklin-Methode (Bälle und Rollen), der Rasterbrille und diversen Körperbandagen unter anderem von Linda Tellington-Jones. Auch spielen sehr viele Aspekte aus der Alexander Technik und dem Centred Riding (Reiten aus der Körpermitte) von Sally Swift eine tragende Rolle. Mit inneren Bildern wird die eigene Körperwahrnehmung überprüft und der Körper fängt an nachhaltig neue Bewegungsmuster abzuspeichern.

(Bewegungs-)veränderung beginnt im Kopf.

„Die vornehmste Aufgabe des Sitzes ist es, das Pferd nicht zu stören.“
(Bent Branderup)

Leider gelingt dies nicht immer, einige Auffälligkeiten sind:

  • deutlich besser nach einer Seite zu stellen und zu biegen
  • Anlehnungsfehler
  • übertriebene oder keine Maultätigkeit
  • Kopfschlagen
  • Taktunreinheiten
  • wiederholtes angaloppieren im Außen- oder Kreuzgalopp
  • einseitiges nach Innen- oder Außenkippen der Vor- oder Hinterhand
  • ungewolltes Reiten auf 2 oder mehr Hufschlägen
  • nicht durch parieren wollen
  • nicht frisch vorwärts laufen wollen (vermeintliches „klemmen“)

Auffälligkeiten beim Reiter:

  • unruhige Hände und / oder Beine
  • Einknicken in der Hüfte
  • hochgezogene Absätze
  • hochgezogene Schultern
  • ausgedrehte Fußspitzen
  • schaukelnder Oberkörper
  • Kopfnicken des Reiters
  • Rück- oder Vorlage des Oberkörpers und / oder der Beine
  • hoch ziehen oder runter drücken einer oder beider Schulterpartien
  • klemmende Oberschenkel und /oder zugedrückte Knie
  • Schwierigkeiten beim Aussitzen oder angaloppieren

Natürlich ist bei all diesen Anzeichen immer eine passende Ausrütung für Pferd und Reiter zu überprüfen und körperliche Probleme von Pferd und Reiter auszuschließen. Ein Pferd welches Schmerzen auf Grund eines nicht passenden Sattels oder eines vernagelten Eisens hat, wird nicht taktrein gehen können, genauso wie ein Reiter mit schlecht sitzender Reithose oder einem drückendem Reithelm nicht losgelassen mitschwingen kann.