Sitzschulung

Wesentlich für gutes Reiten ist ein ausbalancierter, losgelassener Reitersitz.

Viele Widersetzlichkeiten des Pferdes sind auf Sitzfehler des Reiters zurückzuführen, die diesem aber gar nicht bewusst sind.

Wir schulen den Reiter selbst zu erkennen, wenn sein Sitz sich unbewusst verändert. Zusätzlich zur Sitzkorrektur mit Übungen im Sattel und vom Boden aus, kommen diverse Hilfsmittel zum Einsatz. Wir arbeiten gerne mit dem Trampolin, Gymnastikbällen, dem Balimo (Bewegungsstuhles von Eckart Meyners), der Franklin-Methode (Bälle und Rollen), der Rasterbrille und diversen Körperbandagen unter anderem  von Linda Tellington-Jones. Auch spielen sehr viele Aspekte aus der Alexander Technik und dem Centred Riding (Reiten aus der Körpermitte) von Sally Swift eine tragende Rolle. Mit inneren Bildern wird die eigene Körperwahrnehmung überprüft und der Körper fängt an nachhaltig neue Bewegungsmuster abzuspeichern.

 „Die vornehmste Aufgabe des Sitzes ist es, das Pferd nicht zu stören.“ (Bent Branderup)

Leider gelingt dies nicht immer, einige Auffälligkeiten sind:

Auffälligkeiten beim Pferd:

  • deutlich besser nach einer Seite zu stellen und zu biegen
  • Anlehnungsfehler
  • übertriebene oder keine Maultätigkeit
  • Kopfschlagen
  • Taktunreinheiten
  • wiederholtes angaloppieren im Außen- oder Kreuzgalopp
  • einseitiges nach Innen- oder Außenkippen der Vor- oder Hinterhand
  • ungewolltes Reiten auf 2 oder mehr Hufschlägen
  • nicht durch parieren wollen
  • nicht frisch vorwärts laufen wollen (vermeintliches „klemmen“)
  • uvm.

Auffälligkeiten beim Reiter:

  • unruhige Hände und / oder Beine
  • Einknicken in der Hüfte
  • hochgezogene Absätze
  • hochgezogene Schultern
  • ausgedrehte Fußspitzen
  • schaukelnder Oberkörper
  • Kopfnicken des Reiters
  • Rück- oder Vorlage des Oberkörpers und / oder der Beine
  • hoch ziehen oder runter drücken einer oder beider Schulterpartien
  • klemmende Oberschenkel und /oder zugedrückte Knie
  • Schwierigkeiten beim Aussitzen
  • uvm.